Immer wieder kursieren im Internet reißerische Aussagen wie: „Ein Tipp vom Schornsteinfeger, damit das Feuer im Schornstein die ganze Nacht brennt.“
Doch hier ist Klartext nötig: Ein Feuer im Schornstein ist kein Trick – es ist ein akuter Notfall.
Was bedeutet ein Schornsteinbrand?
Ein Schornsteinbrand entsteht, wenn sich Ruß- und Teerablagerungen (Kreosot) im Inneren des Schornsteins entzünden. Die Temperaturen können dabei über 1.000 °C erreichen. Das ist lebensgefährlich für Haus, Bewohner und Nachbarn.
Warum ist das extrem gefährlich?
– Rissbildung im Schornstein durch extreme Hitze
– Brandüberschlag auf Dachstuhl oder Wohnräume
– Explosionsgefahr durch entzündete Gase
– Kohlenmonoxid-Vergiftung durch Rauchgase
Ein „kontrolliertes“ Brennen über Nacht gibt es nicht. Jeder Schornsteinbrand kann außer Kontrolle geraten.
Was sagen echte Schornsteinfeger wirklich?
Professionelle Schornsteinfeger raten niemals, ein Feuer im Schornstein brennen zu lassen. Im Gegenteil:
Richtiges Verhalten bei einem Schornsteinbrand:
- Sofort die Feuerwehr rufen
- Ofenklappen schließen und Luftzufuhr stoppen
- Kein Wasser in den Schornstein gießen (Explosionsgefahr)
- Gebäude verlassen, wenn Rauch austritt
- Nach dem Brand den Schornstein unbedingt prüfen lassen
Wie lässt sich ein Schornsteinbrand verhindern?
– Regelmäßige Schornsteinreinigung
– Nur trockenes, unbehandeltes Holz verbrennen
– Keine Abfälle oder beschichtetes Holz verheizen
– Gleichmäßige, nicht zu starke Befeuerung
– Regelmäßige Kontrolle durch den Schornsteinfeger
Fazit
Ein Feuer im Schornstein ist kein Geheimtipp, sondern ein ernstes Warnsignal. Wer versucht, so etwas „die ganze Nacht brennen zu lassen“, riskiert sein Zuhause und Menschenleben.
Der beste Tipp vom Schornsteinfeger ist immer derselbe: Vorsorge, Sauberkeit und sofortiges Handeln im Ernstfall.