Wenn du beim Umgraben deines Gartens dicke, milchig-weiße Larven mit orange-braunem Kopf und kleinen Beinchen nur im vorderen Bereich gefunden hast, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Engerlinge. Das sind die Larven verschiedener Blatthornkäfer, zum Beispiel:
- Maikäfer
- Junikäfer
- Gartenlaubkäfer
- Rosenkäfer
Diese Larven leben im Boden und rollen sich typischerweise C-förmig zusammen, wenn sie gestört werden.
🌱 Warum sie im Garten auftauchen
Engerlinge entwickeln sich mehrere Jahre lang im Boden. Während dieser Zeit ernähren sie sich hauptsächlich von Pflanzenwurzeln, besonders von:
- Rasenwurzeln
- jungen Gemüse- und Zierpflanzen
- Erdbeeren
- Sträuchern
Wenn viele Larven vorhanden sind, können Pflanzen plötzlich welken oder sich leicht aus der Erde ziehen lassen, weil ihre Wurzeln beschädigt wurden.
🔎 Sind sie immer schädlich?
Nicht unbedingt. Einige Engerlinge – besonders die des Rosenkäfers – sind sogar nützlich, weil sie sich hauptsächlich von verrottendem Pflanzenmaterial ernähren.
Ein grober Unterschied:
- Schädliche Engerlinge → leben meist im Rasen oder an Wurzeln und fressen sie an
- Nützliche Engerlinge (Rosenkäfer) → eher im Kompost oder humusreicher Erde
🛠️ Was du tun kannst
Wenn du viele davon im Beet oder Rasen findest:
- Beim Umgraben absammeln
- Vögel anlocken (sie fressen die Larven gern)
- Nematoden (biologische Schädlingsbekämpfung) im Boden einsetzen
- Rasen regelmäßig kontrollieren
💡 Interessant: Ein Engerling kann 3–4 Jahre im Boden leben, bevor er sich verpuppt und schließlich zum Käfer wird.
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